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Moderne Elektrik und Elektronik für Ihr Boot

Sichere Bootselektrik von Schiffsschraube, Positionsleuchte bis Bugruder

Auf Ihren Seetörns brauchen Sie sichere und robuste Elektronik, auf die Sie sich felsenfest verlassen können. Darum versorgen wir vom Wellenshop Sie mir hochwertiger Bootselektrik wie Schiffsschrauben, Bootspropeller, Positionsleuchten, LED Handscheinwerfer, Schaltpanel, Bugruder und Heckruder, Halter für Bootsbatterien, Wasserpumpen, Hupen, Kabeldurchführungen, Radarreflektoren, Schalter und Scheibenwischer.

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Elektro: Sichere Bootselektrik für jeden Wellenspaß

Was wären Ihre Seeabenteuer ohne die vielen elektronischen Helferlein, die Sie an Bord entlasten und absichern? Ob Schiffsschrauben, Bootspropeller, Positionsleuchten, LED Handscheinwerfer, Schaltpanel, Heck- oder Bugruder – die Bootselektrik vom Wellenshop hält auch härteren Törns stand. Weil Qualität und Ihre Sicherheit für uns Gesetz sind.

Sicherer Betrieb eines tragbaren Generators gegen Kohlenmonoxid (CO)

Niemals, unter keinen Umständen, darf ein tragbarer Generator unter Deck, in der Kajüte, in der Backskiste oder auf der Badeplattform unter einer Kuchenbude betrieben werden! Kohlenmonoxid ist geruchlos, unsichtbar und tödlich.

Der einzige sichere Ort ist an Deck an der frischen Luft, und zwar so weit Lee-wärts (vom Wind weggedreht) wie möglich, damit die Abgase komplett vom Boot weggeblasen werden. Zudem sollte ein CO-Warner im Salon installiert sein

Einbau eines festen Dieselgenerators im Motorraum

Ein fester Einbau erfordert sorgfältige Planung in vier Bereichen:

1.     Fundament: Das Gerät muss auf schweren Schwingungsdämpfern starr mit den Fundamentstringern verbolzt werden.

2.     Kühlung: Du benötigst einen eigenen Seewassereinlass, einen Seewasserfilter und einen Belüfter (Schwanenhals), damit kein Wasser rückwärts in den Motor läuft.

3.     Abgas: Es muss ein nasses Abgassystem mit einem Wassersammler (Waterlock) und Schalldämpfer verbaut werden.

4.     Kraftstof

5.     f: Ein eigener Abzweig aus dem Dieseltank mit Vorfilter und Absperrhahn ist Pflicht.89. Effektivste Schalldämmung für Bootsgeneratoren

Am effektivsten ist eine Kombination aus zwei Maßnahmen:

1.     Eine Schallschluckhaube (Sound Shield) direkt um den Generator herum. Diese Kapselung besteht aus schweren Verbundmaterialien und speziellem Dämmschaum.

2.     Ein Wasser-Gas-Trenner im Abgassystem. Er trennt das Kühlwasser vom Abgasstrom. Dadurch fällt das typische, laute "Platschen" des Auspuffs weg, und das Boot verlässt nur noch ein leises Flüstern.

Automatische Umschaltung (Vorrangschaltung) zwischen Landstrom und Inverter

Eine Vorrangschaltung (z. B. in Victron MultiPlus Geräten integriert oder als separate Umschaltbox) schützt das System vor Kurzschlüssen.

·        Die Funktionsweise: Liegt Landstrom an, schaltet das Relais diesen intern direkt auf die 230V-Steckdosen des Bootes durch (Landstrom hat Vorrang). Fällt der Landstrom weg (Stecker gezogen oder Stromausfall), trennt das Relais blitzschnell innerhalb von Millisekunden die Verbindung zum Steg und schaltet die Steckdosen auf den internen Inverter um. So wird verhindert, dass Inverter und Landstrom gleichzeitig dasselbe Netz speisen, was zu einer Explosion des Inverters führen würde.

Maximale Wattzahl eines Verbrauchers am Landstrom

Das hängt ganz von der Absicherung des Stegs ab. Die Formel lautet: Ampere mal 230 Volt = Maximale Wattzahl.

·        Bei einer 4A Sicherung (oft in Südeuropa): maximal 920 Watt.

·        Bei einer 6A Sicherung: maximal 1380 Watt.

·        Bei einer 10A Sicherung: maximal 2300 Watt.

·        Bei einer 16A Sicherung (Standard in modernen Häfen): maximal 3680 Watt.

Zwingend integriertes BMS bei Booten?

Ja, absolut lebensnotwendig. Ein BMS (Battery Management System) schützt die Lithium-Zellen vor Überladung, Tiefentladung, Kurzschluss und zu hohen oder niedrigen Temperaturen. Ohne BMS besteht bei Lithium-Batterien echte Brandgefahr!

Reihenschaltung: Zwei 12V-Batterien zu 24V

Hierbei addiert sich die Spannung, die Kapazität (Ah) bleibt gleich.

·        Verkabelung: Verbinde den Minuspol von Batterie 1 mit dem Pluspol von Batterie 2.

·        Das Bordnetz schließt du dann an den verbleibenden Pluspol von Batterie 1 und den Minuspol von Batterie 2 an.

Parallelschaltung ohne Ausgleichsströme

Hierbei addiert sich die Kapazität (Ah), die Spannung bleibt gleich (12V).

·        Regel 1: Nur absolut baugleiche Batterien (gleiches Alter, gleicher Typ, gleiche Charge) verwenden.

·        Regel 2 (Über-Eck-Anschluss): Verbinde Plus mit Plus und Minus mit Minus. Schließe die Verbraucher des Bootes aber so an, dass das Pluskabel an Batterie 1 und das Minuskabel an der letzten Batterie der Bank sitzt. Nur so werden alle Batterien gleichmäßig geladen und entladen.

Mischen von AGM- und Gel-Batterien

Mach das bitte nicht. AGM- und Gel-Batterien haben unterschiedliche Innenwiderstände und benötigen unterschiedliche Ladespannungen (AGM meist ca. 14,4 bis 14,7 Volt, Gel oft nur maximal 14,2 bis 14,4 Volt). Die Folge: Eine Batterie wird permanent überladen, die andere verhungert. Die gesamte Bank geht extrem schnell kaputt.

Selbstentladung trotz ausgeschaltetem Hauptschalter

Dafür gibt es meist drei Gründe:

1.     Kriechströme: Feuchtigkeit und Schmutz auf dem Batteriedeckel bilden eine Brücke zwischen den Polen.

2.     Direktanschlüsse: Bilgepumpen, Alarmanlagen oder die Speicherdrähte von Radios werden oft vor dem Hauptschalter direkt an die Batterie geklemmt.

3.     Interne Selbstentladung: Jede Batterie entlädt sich von Natur aus selbst (Blei ca. 5 bis 10 Prozent im Monat, Lithium ca. 1 bis 2 Prozent).

Defekte Zelle erkennen

·        Bei Bleibatterien (AGM/Gel): Lade die Batterie voll, trenne sie von allen Kabeln und miss nach 24 Stunden Ruhezeit die Spannung. Liegt sie bei nur noch ca. 10,5 Volt statt 12,8 Volt, ist eine Zelle komplett weggebrochen. Unter Last bricht die Spannung sofort zusammen.

·        Bei Lithium: Hier hilft der Blick in die BMS-App per Smartphone. Dort siehst du die Spannungen der Einzelzellen. Weicht eine Zelle drastisch ab (zum Beispiel drei Zellen haben 3,3 Volt, eine hat nur 2,9 Volt), ist diese defekt oder stark debalanciert.

Maximale Entladetiefe (DoD) bei Gel-Batterien

Die maximale Entladetiefe für eine wirtschaftliche Lebensdauer liegt bei 50 Prozent. Kurzzeitig sind 70 bis 80 Prozent möglich, das verkürzt die Lebensdauer (Anzahl der möglichen Zyklen) allerdings drastisch.

Welchen Kabelquerschnitt benötigt eine 12V 1000W Winde bei 10m Länge?

Bei 12-Volt-Systemen führt ein zu dünnes Kabel über lange Strecken zu massiven Spannungsverlusten und Kabelbrandgefahr. Bei 10 Metern Kabellänge (vom Akku im Heck bis zur Winde im Bug beträgt der gesamte Kabelweg für Hin- und Rückleitung stolze 20 Meter!).

·        Eine 1000W-Winde zieht unter Volllast ca. 80 bis 90 Ampere.

·        Um den Spannungsverlust unter den kritischen 3 % zu halten, ist bei einem Gesamtweg von 20 Metern ein Kabelquerschnitt von mindestens 50 mm² (besser 70 mm²) zwingend erforderlich. Zu dünne Kabel reduzieren die Leistung der Winde dramatisch (siehe Frage 324).

Warum bricht die Bordspannung zusammen, sobald ich den Anker ausbreche?

Das "Ausbrechen" (das senkrechte Losreißen des eingegrabenen Ankers aus dem harten Meeresboden) erfordert die maximale mechanische Leistung der Winde.

·        In diesem Moment zieht der Elektromotor seinen maximalen Blockierstrom (oft weit über 150 Ampere).

·        Wenn in diesem Moment die Bordspannung massiv einbricht (die Navigationsgeräte oder der Plotter starten neu), ist der Innenwiderstand der Batterie zu hoch (Batterie alt oder defekt) oder die Zuleitungskabel sind zu dünn. Die Lichtmaschine des laufenden Motors kann diesen enormen, sekundenschnellen Strompeak nicht allein abfangen, weshalb die Systemspannung im gesamten Boot kurzzeitig in die Knie geht.

Heizdecken oder Infrarot-Paneele als stromsparende Alternative?

·        Heizdecken: Sehr effektiv, da sie den Körper direkt wärmen. Eine 12V-Heizdecke benötigt nur circa 30 bis 50 Watt. Das ist die absolut stromsparendste Methode, um eine kalte Koje angenehm zu machen.

·        Infrarot-Paneele: Diese funktionieren mit Strahlungswärme. Sie benötigen meist 230 Volt (vom Landstrom) und haben eine Leistungsaufnahme von 200 bis 500 Watt. Sie sind an Bord nur bei Landstromanschluss sinnvoll, bieten aber ein sehr natürliches Wärmegefühl, da sie nicht die Luft, sondern Oberflächen (und damit die Crew) direkt erwärmen.

Kabelschuh-Typ und Krimpzange für gasdichte Verbindungen

·        Kabelschuh-Typ: Verwende ausschließlich Rohrkabelschuhe aus verzinntem Kupfer in rundum geschlossener Ausführung. Nutze keine billigen, offenen Blech-Kabelschuhe aus dem Autozubehör.

·        Krimpzange: Für dünne Kabel nutzt man eine Ratschen-Krimpzange mit Zwangsverriegelung (die öffnet erst, wenn der nötige Pressdruck erreicht ist). Für dicke Kabel ab 10 mm Quadratmillimeter benötigst du eine Sechskant-Presszange (hydraulisch oder mit langem Hebel). Bei dieser Pressung wird das Kupfer so stark verdichtet, dass kein Sauerstoff mehr dazwischen passt. Das nennt man eine absolut korrosionssichere, gasdichte Verbindung.

Kontakte in der Bilge vor Korrosion schützen

Die Bilge ist der feuchteste Ort auf dem Boot. Kabelverbindungen sollten dort nach Möglichkeit komplett vermieden werden. Wenn es für die Bilgepumpe nicht anders geht:

1.     Nutze Schrumpfschlauch mit Innenkleber. Beim Erhitzen verflüssigt sich der Kleber und dichtet die Verbindung absolut wasserdicht ab.

2.     Schütze offene Kontakte und Klemmstellen zusätzlich mit speziellem Polbofett, Wasserschutzspray oder flüssigem Isolierband.

Welcher Kabelkanal unter den Bodenbrettern?

Unter den Bodenbrettern kann immer mal Wasser stehen (Schwitzwasser oder Leckage).

·        Verwende dort niemals offene, geschlitzte Verdrahtungskanäle aus dem Schaltschrankbau.

·        Die beste Wahl sind geschlossene Installationsrohre aus Kunststoff (PVC-Wellschläuche oder starre Kunststoffrohre) mit spritzwassergeschützten Abzweigdosen. Die Rohre sollten so hoch wie möglich an den Längsstringern oder Schotten fixiert werden, damit sie nicht im Bilgenwasser liegen.

Wie finde ich einen heimlichen Kriechstrom?

Wenn die Batterie sich unbemerkt leersaugt, gehst du wie folgt auf die Suche:

1.     Schalte alle bekannten Verbraucher aus.

2.     Klemme das Haupt-Minuskabel an der Batterie ab und hänge ein Multimeter (Einstellung: Ampere-Messung) dazwischen. Alternativ nutzt du eine Gleichstrom-Stromzange um das Hauptkabel.

3.     Zeigt das Gerät einen Stromfluss (zum Beispiel 0,2 Ampere), liegt ein Kriechstrom vor.

4.     Ziehe nun am Schaltpanel eine Sicherung nach der anderen. In dem Moment, in dem der Stromwert auf dem Messgerät auf Null fällt, hast du den schuldigen Stromkreis identifiziert und kannst dort gezielt nach dem defekten Gerät oder aufgescheuerten Kabel suchen.

Dauerhafte Kabelbeschriftung im Boot

Papieraufkleber oder Tesafilm lösen sich in der feuchten Seeluft nach wenigen Monaten auf.

·        Die Profilösung: Nutze spezielle Beschriftungsgeräte mit UV- und chemikalienbeständigen Schriftbändern.

·        Drucke die Kabelnummern oder Namen aus, klebe sie auf das Kabel und ziehe einen transparenten Schrumpfschlauch darüber, den du dann festschrumpfst. So bleibt die Beschriftung für immer geschützt und lesbar.

Wie erde ich die elektrische Anlage des Bootes?

Die Erdung schützt vor elektrischen Schlägen (bei 230V) und dient dem Blitzschutz.

·        Das zentrale Gleichstrom-Minus-Bordsystem (Masse) wird an einem einzigen, zentralen Punkt mit der Haupterdung des Schiffes verbunden.

·        Als Erder dient bei Kielen aus Gusseisen oder Blei ein dicker Erdungsbolzen direkt am Kiel. Bei GFK-Booten ohne Metallkiel wird stattdessen eine großflächige Sinterbronze-Platte (Dynaplate) außen unter dem Rumpf montiert oder die Masseleitung wird mit den großen Opferanoden des Bootes verbunden.